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Polizeihunde – Spezialisten auf vier Beinen

Sie sind Spezialisten für die Suche nach Drogen und Sprengstoff. Sie finden Leichen und verfolgen Spuren, die von menschlichen Sinnen nicht erkannt werden. Sie schützen Objekte und stellen Einbrecher. Als vierbeinige Begleiter  fahren sie mit auf Streife und können herausfinden, ob an einer Brandstelle ein Brandbeschleuniger eingesetzt wurde. Die Polizeihunde der Polizeihundeführerstaffel des Polizeipräsidiums Heilbronn bilden mit den Polizisten, die sie führen, eine ganz spezielle Dienststelle. „Wir werden immer dorthin gerufen, wo es knallt und sind wegen unserer schnellen Verfügbarkeit die Feuerwehr wenn es brenzlig wird“, sagt Polizeihauptkommissar Hans-Jürgen Ott, seit 2010 Leiter der Polizeihundeführerstaffel. Nach der Polizeireform in Baden-Württemberg sind die „Heilbronner“ Polizeihunde und ihre Hundeführer in Offenau, Buchen und Tauberbischoffsheim stationiert.   Sie sind für ein Einsatzgebiet mit 4400 Quadratkilometer zuständig. Die Staffel ist gut ausgerüstet. Als Dienstfahrzeuge dienen zwei VW T5 und fünf VW Caddy, die zusätzlich zur allgemeinen polizeilichen Ausrüstung mit Transportboxen für die Polizeihunde ausgestattet sind. Am Standort in Offenau steht ein weitläufiges Trainingsgelände mit einer großen Zwingeranlage zur Verfügung. Mit Polizeiobermeisterin Marion Ruff versieht eine Frau als einzige Kollegin unter Männern in der Hundeführerstaffel ihren Dienst. „Unsere Dienststelle hat drei Schwerpunkte in ihrer Polizeiarbeit“, erläutert Hans-Jürgen Ott. Er und seine Mitarbeiter ermitteln und bearbeiten alle Fälle, in die Hunde involviert sind. Dazu gehören Verstöße gegen das Tierschutzgesetz ebenso, wie alle Straftaten und Ordnungswidrigkeiten im Zusammenhang mit Hunden. Speziell geschulte Mitarbeiter nehmen in Zusammenarbeit mit den Veterinärämtern der Stadt- und Landkreise Wesensüberprüfungen vor, um die Gefährlichkeit eines Hundes festzustellen. Der zweite Schwerpunkt der Dienststelle ist die Ausbildung und Nutzung der Hunde in ihren Spezialdisziplinen als Drogenfahnder, Leichensuchhund, Sprengstoffsuchhund, oder Brandmittelspürhund. Zur Staffel gehört auch der erfolgreichste Rauschgiftspürhund des Polizeipräsidiums: Finn, ein elf Jahre alter belgischer Malinois. Er findet für seinen Hundeführer, Polizeihauptmeister Matthias Anderl, im Trainingsraum in weniger als einer Minute eine Ecstasy-Tablette, die in einem Telefonanschlusskasten versteckt ist. Die Polizisten trainieren täglich mit ihren Hunden. Die Ausbildung der Vierbeiner dauert zwei Jahre und kostet den Steuerzahler rund 30000 Euro. Im Jahr 2013 kamen die Diensthunde 314 Mal zum Einsatz. In der Statistik stehen 15 Festnahmen mit Hunden, in 105 Fällen waren sie als Rauschgiftfahnder erfolgreich. „Die Beamten der Hundestaffel waren insgesamt in über 800 Einsätzen, mit und ohne Diensthund dabei“ verweist Hans-Jürgen Ott auf die Erfolgsbilanz seiner Hundeführerstaffel.    

Text & Fotos: gud


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